Gedanken einer Erwachten

lieben, glauben, kämpfen - leben!
 
 

Wer will... findet Ausreden.

Nein, beim Gassi gehen kann man nicht gut tippen,
aber man könnte anrufen.

Nein, mit der Freundin Schluss machen ist nicht leicht, wenn man sie danach als Freundin behalten will.
Aber man könnte erste Schritte dafür einleiten.

Nein, 21% Akku sind nicht viel.
Aber für Fotos reicht es, wenn man es überlebt, 1h ohne Handy auszukommen.
Oder man könnte Nena fragen, ob wir vlt ihre Fotokamera nehmen wollen.

 

Nein, ich habe dir all das nicht gesagt oder von mir aus Vorgeschlagen.

Aber warum auch? Ich hab ja verstanden, was du sagen wolltest.


Wer will, findet Wege. Wer nicht, findet Ausreden.

 

Mir ist kalt, furchtbar kalt. Alles ist kalt.

Und ich will dir nicht wehtun. Nur meine grausigen Gedanken loswerden.

Vielleicht hilft eine Tasse Tee ..

 

PS: Blog veröffentlicht. Im gleichen Moment angerufen wurden.
Bist und bleibst mein Lieblingsmensch.

Ich lass das hier tzd mal stehen, für all die Menschen, die das vlt lesen und irgendwas davon mitnehmen können.

Mit ganz viel Liebe an euch alle.

eure Nena ♥

1 Kommentar 25.8.17 11:18, kommentieren

geld, geldfrei, geldfreier leben?

Es klingt wie ein schönes Märchen: Leben ganz ohne Geld. Ist sowieso ein hässliches Tauschmittel, was nie wirklich glücklich macht.. manchmal sogar im Gegenteil. Vor allem, wenn es fehlt.

Und dann hab ich irgendwann auch noch gelesen, finanzieller Reichtum hätte wenig mit Arbeit zu tun und wäre eher Kopfsache.. "a state of mind".
Ja, Danke, als ob das so leicht gehen würde.. wie viele Leute dann plötzlich reich werden würden.. Blödsinn.

 

Und dann, hab ichs irgendwann plötzlich verstanden.

Ich finde, Reichtum ist, wenn man mehr hat, als man tatsächlich nutzt.

Ihr Lieben, ich bin Studentin - eine wahrlich nicht als wohlhabend angesehene Klasse. Und dennoch hab ich immer mehr als ausreichend Geld. Ehrlich. Ich habe mehr, als ich ausgebe.

Allerdings ist das nicht nur Sparen und nicht nur dieses "state of mind". Es ist vieles verschiedenes. Vor allem eine Überzeugung. Und von der mag ich heute mehr berichten.

Geldfrei Leben.

Ja, es gibt Verrückte, die das bereits für eine Weile gemacht haben. 1 Jahr, 2 Jahre, 4 Jahre. Die Zeit variiert. Und doch war es (soweit ich weiß immer vollständig geldfrei und immer nur temporär.

Wie haben sie das geschafft?

Ehrlich?

Ich weiß es nicht. Bei vielen Dingen habe ich eine Idee bzw. Möglichkeit gefunden: So kann man Lebensmittel anbauen, oder über Foodsharing bekommen. Man kann im bereits selbst gebauten Tiny House leben oder bei Familie oder über Couchsurfing oder bei Menschen, die keine Unterkunftsgebühren wollen. Vielleicht, weil der Wohnraum abbezahlt ist oder weil es anderweitig möglich ist, auf Geld zu verzichten. Man kann unendliche Arztkosten sparen, wenn man gesund bleibt oder auf Naturheilkräuter oder geldfreie Hilfe von anderen setzt. Bücher bekommt man in Bibliotheken bzw. noch geldfreier über Freunde oder Tauschbörsen. Genauso wie Kleidung. Diese letzten beiden Dinge sind für mich sehr greifbar. Ich habe jahrelang so gelebt.

Aber ich sehe auch Grenzen. Wie klappt das mit Versicherungen? Wie kann ich auf Dauer irgendwo fest leben? Was passiert, wenn ich wirklich mal ins Krankenhaus muss und nicht mehr über Mami und Papi versichert bin?
Die Liste geht weiter. Euch fallen sicher selbst genug Bedenken ein.

Aber ich habe in Absolutionen bisher sowieso selten Richtigkeit und sinnvolle Antwort gefunden.

Freieres Leben.

Dennoch engagiere ich mich privat für Geldfreieres Leben.
Bildungs- und Tauschringe sowie Protestaktionen vor Shoppingcentern inclusive.

Warum mach ich das?

Rhetorische Gegenfrage:
Was bedeutet "Freiheit" für euch?

Große Frage. Ich mag auch feste Definitionen solcher komplexen Begriffe wenig.

Aber ein Teil dieser Antwort ist für mich folgender: Die Möglichkeit, selbst entscheiden zu können.

Ich habe schon relativ früh etwas verstanden.

Wenn ich gefragt habe, warum mein Papa so viel Arbeiten muss, so war die Antwort z.B.: Damit wir das schöne Haus behalten können, was ich später mal schuldenfrei hinterlassen will"

Wenn ich überlegt hab, warum man wenig Zeit hat, so war die Antwort: "Weil wir ja auch arbeiten müssen"

Und wenn ich gefragt habe, warum man so viel Geld braucht, so war die Antwort z.B.: "Damit man sich den guten PC leisten kann."

Zugegeben, ich find meine eigenen Beispiele grad ziemlich schwach, aber ich hoffe, ihr seht folgendes:

Man braucht immer das eine, um das andere zu haben.

Also war meine kindliche Überlegung: Was wäre, wenn ich das andere eben nicht brauche?

Wenn ich nicht rauche, spar ich das Geld.

Wenn ich keinen TV nutze, hab ich mehr Zeit.

Will ich kein Auto, muss ich mich mit der komlizierten Technik bei Störungen nicht auseinandersetzen.

Brauch ich weniger Geld, so kann ich weniger unter Zwang arbeiten.

 

Okay, warum sag ich jetzt "unter Zwang"?

Weil ich es genau so empfinde!

Sobald wir etwas tun, weil unser Vorgesetzter (Mama, Chef, Vater Staat, Lehrer... ) es uns aufgetragen hat, machen wir es wegen des Auftrags, aber nicht mehr, weil es uns interessiert.
Interessiert mich das Thema nicht, lass ich mich also quasi dazu überreden (extremer: zwingen), das zu tun.

Wenn ich viel Müll produziere, muss ich auch oft welchen in die Tonnen bringen.
Lass ich aber nur ganz wenig davon in meinem Haushalt zu, brauch ich ihn nur viel seltener rausbringen.

Hab ich keinen TV, stört es mich überhaupt nicht, wenn irgendwelche Programme abgestellt werden.

Brauch ich wenig Geld, bin ich weniger gezwungen, mir finanzielle Mittel zu beschaffen.

Glückliche Menschen kaufen nicht.

Versteht ihr, was ich meine?

Das Prinzip ist supersimpel, aber oft sind wir genau in dieser Zwangskette fest.

Werbung impliziert diese "Notwendigkeit" gern.

"Du brauchst genau dieses Shampoo, weil du nämlich ohne dieses Produkt einen Makel hast, mit dem du nicht von anderen anerkannt wirst!" #headandshoulders

Völliger Blödsinn.

Zumindest in den allermeisten Fällen.

Ein weiser Mann unserer Zeit hat gesagt "Zufriedene Menschen kaufen nicht." Und da das natürlich wirtschaftlich absolut nicht geht, muss eben Unzufriedenheit impliziert werden. Das kann man den Wirtschaftsmenschen beinahe nichtmal vorwerfen, bei aktuellem Wirtschaftssystem. (an der Stelle kurz persönlich angemerkt: Ein neues muss her. Hier eine Idee dazu )

Nun, meine persönlichen Konsequenzen waren also folgende:

Wenn ich das Gefühl hab, irgendwas zu brauchen (Geld, Zeug, Wohnung, Auto, blablabla) hab ich mir vorher möglichst lange die Zeit genommen, nachzudenken OB und WARUM ich das brauche und wie ich es vielleicht UMGEHEN kann. Darum mach ich nur absolut selten Spontankäufe. Es gibt sie bei mir schlichtweg (beinahe) nicht. Wenn, dann hatte ich vorher eh schon wage im Kopf, endlich einen neuen Ordner zu kaufen.

 

Und die Moral von der Geschicht?

Was sollte dieser Eintrag nun also sagen?

Geld ist wichtig?

Geldfrei leben ist das Wahre?

Ja und Nein.


Ich denke schon, dass Geld aktuell noch wichtig ist. Vor allem Nützlich. Meine Leute vom geldfrei-er-leben-Denken wollten gern nur da agieren, wo diese Utopie bereits gelebt wird. Ich empfinde das als ziemlichen Quatsch. Wie soll die Idee denn dann in neue Bereiche getragen werden?

Und auf der anderen Seite: Wenn man Geld zur Verfügung hat, kann man es so nützlich einsetzen! Auch für diesen Gedanken. Man kann Bücher kaufen und verschenken. Man kann Räumlichkeiten entstehen lassen. Man kann freie Materialien erarbeiten. Man kann seine Zeit ohne "Zeit ist Geld"-Druck geben. Man kann Natur freikaufen und Naturschutzgebiete entstehen lassen. Man kann Freunde (zu sich) einladen. Man kann in Gutes Investieren.
Und und und.

So viel ist möglich!

Für mich war das am besten umsetzbar mit meinem eigenen Lebensstil.

Ich brauche z.B. wenig Zeug. Hatte nie welches und darum hat's mir nie gefehlt, bis heute.
Dafür kann ich mir aber das Privileg einräumen und für das damit gesparte Geld im Bioladen einkaufen gehen - und damit dafür sorgen, dass es mir gut geht: Meinem Gewissen, meiner Gesundheit und dem Ladenbesitzer, der in Stadtumgebung seine Ware einkauft (also sozusagen meiner Umgebung)

Oh und übrigens auch meiner Stimmung.

Denn damit, dass ich das entscheiden kann ohne zu denken "Ach je, und wer bezahlt nächsten Monat den Kredit für das Auto?!" weil ich nämlich weder eines hab noch eines brauche noch eines will (solang ich es nicht brauche), lebe ich freier.

Geld-freier ist nur ein Weg, der dazu verhilft.

Aber bei mir hat er vieles in Bewegung gesetzt.

Eine Kopfsache, wenn man es genau betrachtet.

Neu denken.

Situation analysieren.

Freier handeln.

Reicher (an Handlungsfreiheit) sein.

 

In Liebe,
eure
Nena ♥

3 Kommentare 13.8.17 23:26, kommentieren

Everyday rebellion

Was für ein heroischer (geklauerter) Titel, nicht?

Rebellion klingt immer irgendwie ziemlich aggressiv. Und wird auch von vielen so verstanden.

Für mich allerdings nicht. Zumal Aggression auch selten dauerhaft zum Ziel führt. Das wurde mittlerweile sogar von Statistiken rausgefunden ^^

Wenn ich von Rebellion spreche, sehe ich die effektivste Version darin, anders zu handeln als es von der Norm gewollt bzw. durchgeführt wird. Im Alltag.

Alle kaufen bei Beschwerden Medikamente?
Ich zum größten Teil nicht.

Alle gehen im Supermarkt das günstigste und neueste Einkaufen?
Ich soweit es geht nicht.

 Man muss doch Nachrichten gucken, um zu sehen, was in der Welt passiert?
Ich nicht.
Ich werde mir keine vorgeformten Meinungen so oft anhören, bis ich sie für meine Eigenen halte. Wenn ich dafür "was wichtiges" verpasse, geh ich dieses Risiko gern ein, denn die Nachricht, dass schon wieder ein Attentäter in die Luft gegangen ist, bringt mir außer schlechter Laune und Angst nichts. Und wichtige Dinge bekommt man sowieso mit.
Warum also täglich die gewohnte Portion schlechter Laune abholen, wenn ich in der Zeit viel besser im Garten meine Pflanzen bewundern oder was für tatsächlichen Wandel machen kann?

Die von mir angesprochenen Dinge sind mal wieder klischeehaft und ziemlich plakativ, aber dennoch unendlich wirksam. Wenn man sich den Fängen der vorgefertigen Bahnen entledigt und Stück für Stück den Weg einschlägt, den man auch gehen mag, erreicht man unendlich viel.

Nein, nicht für den plötzlichen Weltfrieden. Sondern für den persönlichen! - und das sag ich aus eigener Erfahrung.

Und nur mit dem kann es dann irgendwann zu größeren Veränderungen kommen.

Und für wen das jetzt fern klingt und von Gedanken wie "ach ja, du hast ja recht, aber dafür hab ich keine Zeit/ Möglichkeit/ Geld" dem kann ich zuvorkommen:

Kleine Schritte sind wunderbar umzusetzen.

Hier ein paar Ideen von einer "Fortgeschritenen Rebellin":

Kauft nicht alles Zeug, was euch über den Weg läuft. Wer glücklich ist, kauft nicht . Und wer nicht glücklich ist, dem sei selbstverständlich z.B. ein Stück Schoki gegönnt, aber das bewusst. Beachtet WAS ihr kauft. Und welche Auswirkungen das auf euch und eure Umwelt hat (Stichwort Bio und Regional und all die Besserwisser-Tipps ^^). Und lasst vlt einfach mal etwas im Kaufregal liegen. Gibt (mir zumindest) ein gutes Überlegenheits- und "Geschafft!-"Gefühl..

Nehmt euch ein bisschen Zeit.
Ja, ich weiß, die hat niemand. Darum muss man sie sich einfach und ganz langsam nehmen. Auf Arbeit durch Augenschließen und 3x bewusstes Durchatmen. Morgens wann immer es angenehm ist ein paar Minuten ohne äußere Beeinflussung. Sei es beim Frühstück ohne Radio oder beim Aufstehen und ins Bad gehen nur mit euch.

Und jetzt die beste Rebellion, um für eine gute Welt zu kämpfen:

Seid glücklich und gebt Glück weiter!
Ich mein es ernst. Ein ehrliches Lächeln hat physisch geniale Auswirkungen auf euren Körper. Wird es von anderen gesehen, können diese davon angesteckt werden. Wird bedingungslos Glück verschenkt, kann das irre Kettenreaktionsauswirkungen haben. Im Seminar hab ich z.B. gelernt, dass man, wenn man grad zufälliges Glück erfahren hat rund 80% eher bereit ist, jemand anderem einen gefallen zu tun. (auf Seite 8 , da steht das Experiment dazu).

Echte Rebellion findet im Alltag statt.
Meine Rebellion? Bedingungslose Liebe ♥

 

In Liebe,
eure
Nena ♥

2 Kommentare 25.7.17 20:09, kommentieren

rechts? links? gradeaus?

Ihr Lieben,

ich möchte mich kurzhalten, weil meine paar Worte alles zusammenfassen, was ich zu sagen habe.

Und es ist eine politische Aussage, die ich so gern allen Menschen mitgeben will, die es hören wollen.

 

1. Ich liebe die Freiheit. Ich liebe die Vielfalt. Das Bunte in der Welt und dass jeder machen kann, was seine Individualität ihm zuflüstert.

2. Ich liebe meine Heimat. Ich liebe das Familienleben und das völlig verrufene Mann und Frau Rollenbild. Ich liebe häusliches, dörfliches Leben und Genügsamkeit.

 

 Ich sprühe vor Liebe. Und nur davon! Da ist kein Platz für Schubladen und links/rechts, denn ich habe das Gefühl, beide Seiten sind aus einer Unmenge an Hass, Angst und Trennungsgedanken entstanden und davon sagt mir nichts zu. Ich bin keine "Linke Socke" und auch kein "rechter Esoteriker".

Ich bin einfach ein Mensch. Eine junge Frau voller Liebe für das Leben - in all seinen Facetten.

Und wenn endlich aufgehört würde, sich selbst und andere in Gruppen zu stecken und sich zur einen zu stellen und von der anderen abzugrenzen, könnte vieles schöner sein. Harmonischer.

Radikale Harmonie - das wäre doch mal was.

 

In Liebe,
eure
Nena ♥

 

PS: Anwendbar auf alle Lebensbereiche. Und Dogmen.
 Es ist selten das eine ganz falsch und das andere ganz richtig.

3 Kommentare 7.7.17 00:07, kommentieren

"Sommersonnenwende" oder "Auf den Spuren zu mir selbst"

Ein Eintrag aus meinem Archiv von Mittsommer 2013. Lang ist's her. Und doch waren es so schöne, lichte Gedanken, dass ich sie gern erneut mit euch teilen mag:

Ich glaube, Sommersonnenwende, auch Litha genannt, ist das schönste Fest überhaupt. Allein der Name. Sommer, meine Jahreszeit, Leben, Energie. & dann Sonne, meine geliebte Sonne, ohne die ich mir ein Leben gar nicht denken könnte, weil sie immer da ist, auch wenn man sie grad nicht sieht.
Heute hat man sie nun wieder die längste Zeit im ganzen Jahr gesehen. Die Tage hören jetzt auf länger zu werden. Jetzt wird man nicht mehr alles nach außen tragen, sondern in ganz langsamen Schritten wieder zu sich kehren & aufnehmen, wahrnehmen. Ab jetzt bekommt man quasi das, worauf man sich seit spätestens der Frühjahrstagungnachtgleiche vorbereitet hat. Egal in welchen Ebenen. Sei es die Materielle, in der beispielsweise langsam die Ernten eingetrieben werden oder die Spirituelle, in der nun wahrgenommen wird, mit allen Sinnen die Umgebung aufgenommen wird.
Dieses Fest hat für mich eine unheimlich wichtige Bedeutung & ich hab das Gefühl, es wird jedes Jahr wichtiger. Dieser Tag hilft mir scheinbar, zu mir zu finden, ganz langsam, aber stetig. Ich hatte heute einen wunderschönen Tag, hab Freunde getroffen, den Alltag gemeistert & mich heute Abend mit Dingen, die mich wirklich beschäftigen, mich zu mir führen, beschäftigt. Aber vielleicht liegt das auch mit am Mond, der heute so wunderbar rund & hell scheint. Ich weiß es nicht sicher, aber ich bin dankbar für diesen Tag & die vielen Sachen, die ich heute lernen durfte. (die 'Erkenntnisse' dazu vlt bald hier im Blog zu finden ;D)

Aber nun für euch einen schönen Ausklang dieses Tages & hoffentlich ein schönes Mitsommerfest heute oder in den nächsten Tagen.

Liebste Grüße
eure
Nena

21.6.17 10:40, kommentieren

Mein Traum

(Stand 19.9.2015)
Wenn man Pläne hat, hab ich gehört, soll man sie weiter erzählen, damit man sie irgendwann auch wirklich umsetzt. Und genau das möchte ich heute tun.

Ich bin ein wahnsinnig naturverbundenes Wesen. Und das nicht, weil ich so Öko erzogen wurde (meine Mama hat genau genommen Angst vor Wäldern), sondern weil es mich besonders in schwierigen Situationen immer wieder in den Wald oder auf’s Feld zieht. In großen Kaufhäusern kam ich mir schon immer klein vor und Städte sind interessant aber kein dauerhafter Lebensraum für mich.
Das machte meine frühere Vision vom Streetworker natürlich schwierig. Doch weil ich unbedingt mein vielleicht einziges Talent, Menschen zu öffnen und ihnen Wege zu zeigen, in meinem Leben nutzen will, arbeitete mein Kopf lange auf Hochtouren. Es musste einfach einen Weg geben, denn mein Wunsch war und ist zu groß.
Also durchstöberte ich das Internet und fand Stichworte wie „geldfreies Leben“, „Selbstversorger“ und „bewusstes Leben“, die mich unglaublich inspirierten. Da ich zwar naiv, aber gleichzeitig auch kritisch bin, ist „geldfreies Leben“ natürlich kein universaler Plan und damit das Geldverdienen und alles Konventionelle natürlich nicht über den Haufen geworfen, nein. Aber es war ein Teil, was mir gefehlt hat, um meinen doch noch sehr ungenauen Gedanken Form zu verleihen:

Ich will immer noch eine Art Sozialarbeiter sein und ich will mich so autark wie möglich unterhalten, also ist die Lösung ein wunderschönes Selbstversorgergrundstück. Es wird genug Nahrung und auch Wohnraum da sein, um alle zu versorgen. Es wird ein wunderschönes Wohngebäude geben für Seminare und Bücher und eben die Jugendlichen, die zu mir kommen – ich weiß noch nicht, wie die rechtliche Lage das bestimmen wird; entweder aus freien Stücken, durch Anfrage der Eltern oder durch das Jugendamt und bei uns leben werden. Alles möglichst naturverbunden und ökologisch und hoffentlich auch nicht so sehr auf Kosten der Staatskasse, die ist schon belastet genug und außerdem wäre ich dann wieder völlig auf diese angewiesen.

Ich möchte weiterhin zum Teil die normalen Streetworkertätigkeiten ausführen und dabei den Jugendlichen, die keine Perspektive oder überhaupt einen Sinn für ihr Leben sehen, sagen können „Kommt zu mir auf den Hof. Dort ist zwar harte, ehrliche Arbeit an der Tagesordnung, aber es ist auch ein guter Platz, um zu sich selbst zu finden und darüber nachzudenken, was du in der Welt bewegen willst, wer du sein willst“

Das ist mein Traum. Mein inniger, ehrlicher Traum. Und diesen werde ich umsetzen!
Der Weg ist lang, denn was das Selbstversorger Know-how angeht, hab ich zurzeit überhaupt keine Kenntnisse. Meine Mutter hatte nie einen Garten oder ähnliches. Wir fangen erst jetzt an, bewusst einzukaufen und zu essen.
Und leider muss ich im Moment auch noch die Füße recht still halten, da ich zurzeit in der Warteschlange für mein Au-pair Jahr stehe. Aber sobald mein Studium anfängt, werde ich mit einem kleinen Garten die ersten Schritte lernen, wie man sich selbst ernähren kann. Ich werde mich belesen, mit meinem wenigen Geld wirtschaften und mein Weltretterdasein umsetzen, damit ich allen zeigen kann, dass man eben nicht „nach ‚ner Weile aufgibt, weil es ja sowieso nichts bringt“.

Ja, so wird es sein. Das ist das Ziel und der Ansatz meines Weges. Der Rest wird sich so bahnen, wie es für mich am besten ist.
Davon bin ich überzeugt.

 

In Liebe,
eure Nena ♥

 

UPDATE:
16.6.2017

Zwei Jahre sind um und vieles hat sich gewandelt. Beim Lesen einiger meiner Worte muss ich mich heute schütteln.
1. Soll es um junge Erwachsene gehen. Menschen, die bereit sind, Informationen von anderen anzunehmen. In der Jugend muss man sich selbst finden. Da sollte man nicht Rat von Fremden suchen, wenn es nicht der eigene innige Wunsch ist.
2. wird niemand durch das Jugendamt zu mir geschickt! Das wird aus absolut freien Stücken passieren und die richtigen Menschen werden zu mir finden.
3. Das mit der "harten" Arbeit möchte ich auch relativieren. Nein, es wird nicht gefordert, hart zu arbeiten. Wer da ist, darf einfach SEIN. Klar wird es beiden Seiten helfen, wenn gemeinsam angepackt wird, aber das eher auf einer Basis von "in mein Alltagsleben mit eintauchen" und davon praktisch durch Erfahrung und freies Probieren zu lernen.
4. Das mit dem Selbstversorger-Know-How wird besser. Aber nicht nur das Wissen selbst, als viel mehr das Vertrauen, dass das schon alles klappen wird, Schritt für Schritt. Alles kommt zur rechten Zeit und wird wunderbar und schön! (:
5. Die Streetworkersache hab ich übrigens aufgegeben. War wohl nur der Übergang, der mich zu meinem Traum geleitet hat. Vielen Dank dafür ans Universum! Es war Gold wert ♥ Aktuell hab ich die Idee des Dorfsozialarbeiters, was aber eher dazu laufen soll. mehr dazu in Punkt
6. Ich will die alten Dörfer wiederbeleben. Die alten Traditionen in die neue Zeit transformieren, und zwar so, dass die alteingesessenen "Dorpschen" gar nicht mitbekommen, dass ich da ankomme und groß was Neumodernes anschleppe. Die Jahreskreisfeste zum Beispiel sind eigl oft versteckt in unserer Kultur eingebettet und müssen nur neu vorgekramt werden. Ansonsten Angebote für Kinder, wo sie einfach frei spielen und lernen dürfen. Da brauchen sie mich nicht zu. Nur den Raum und die Zeit.
7. Zu guter Letzt werd ich immer die Heilerin in mir stärken. Ob es die Seele ist, die ich mit einem Lächeln zum Lachen bringe, oder die anspreche, um deinen Physischen Körper zu regenerieren. Heilkräuter und Zauberwissen faszinieren und begeistern mich von Beginn an und ich baue das immer und immer weiter aus, um ein möglichst großes Spektrum an Möglichkeiten zu haben, Menschenwesen zu ihrer vollen Kraft zu verhelfen.
Oh und nein, ich will keine Therapeutin sein. Das macht die Natur viel besser als ich.. (:

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