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Aufwachen ist die einzige Chance,die wir haben!
 
 

Gestorben oder Tod?

„X aus deiner Klasse hatte einen Autounfall. Sie ist gestorben. Montag ist ihre Beerdigung.“
Was man aus so vielen Geschichten kennt, aber in seinem eigenen Umkreis nie ernsthaft in Betracht zieht, ist passiert. Eine Klassenkameradin ist an ihrem 19. Geburtstag tödlich verunglückt.
Sie ist nicht gestorben. Sterben ist ein Vorgang, ein Prozess.
Nein, sie ist einfach tot. Zum Osterfeuer wahrscheinlich noch quicklebendig und in der Blüte ihres Lebens, am Anfang ihres Weges, und jetzt tot. Einfach weg.
Die Beerdigung war letzte Woche.
Noch so ein unpassendes Wort für eine 19 jährige. Beerdigung. Ich kann das überhaupt nicht mit X in einen Satz bringen.

Ich fühle mich im Moment viel von Tod umgeben. Prominente sterben der Reihe nach davon, z.T. viel zu jung. In meiner Heimat in den letzten 2,5 Jahren 3 tragische Autounfälle bei rund 19 jährigen. Hier in Irland Beerdigungen und Trauerfälle bei Nachbarn, Bekannten, in der  örtlichen Presse.

Ihr meine treuen Leser und Blogfreunde, ihr kennt mich, ich bin wandelnder Optimismus. Und dennoch, bei dem Gedanken, dass X grad von ihrer Besten Freundin nach Haus kam, hab ich weinend in der Zimmerecke gesessen, angstbangend um meine Freunde, dass sie doch bitte irgendwann später langsam vor sich hin sterben und nicht, niemals, einfach von heut auf morgen tot sind. (Schon gar nicht, wenn ich im Ausland bin)

PASST BITTE AUF EUCH AUF!

Es ist fast lustig. Ich selbst bin mir oft bewusst, dass ich jeden Moment durch alles Mögliche sterben könnte einfach tot sein könnte. Aber als Freundin will ich darüber nicht nachdenken und weine.

Vielleicht ist diese ganze Situation weniger schlimm, wenn man darüber redet. Leben und Tod gehören ja zusammen. Fakt ist, sollte ich morgen warum auch immer tot sein (Die Göttin bewahre mich davor! Ich hab noch so viel vor!), kann ich damit fast umgehen. Ich lebe Momente, ich liebe (meine Geschwister, Familie, Freunde, all diese besonderen, beziehungstechnisch undefinierten Menschen) und ich verwirkliche meine Träume jetzt. Ich gehöre nicht zu der Kategorie Mensch, die sagt, ich will, dass ihr auf meiner Beerdigung glücklich seid, Nein. Ich dürft traurig sein, weinen, kurz die Welt hassen. Aber ich möchte, dass ihr wisst, dass es mir immer gut ging, dass die Welt weiterläuft und dass ihr immer mit mir reden könnt, wenn ihr mich braucht. In der Natur, an meinen Lieblingsorten oder Waldlichtungen werde ich zu finden sein. Und wer genau hinhört, bekommt auch Antworten und Wärme. Denn wer auch immer auf dieser Welt alles weiß, dass ich ihn liebe, der wird mich nicht verlieren….

 

Ich, als planender Mensch, finde es gut, mir über Beerdigungen und so im Klaren zu sein. Man sollte es aufschreiben und/oder anderen erzählen, denn so ist es im – hoffentlich nicht so grausam plötzlichen – Moment ein wenig einfacher für die Betroffenen. Die Angst, etwas falsch zu machen, muss der Trauer nicht noch hinzugefügt werden..

 

So, das waren sehr schwere Gedanken für heute. Dennoch bin ich sehr froh, sie loszuwerden/ loslassen zu können.
Und jetzt wieder auf ins Leben! Die Sonne scheint, der Frühling kommt und die Menschen, die man liebt, sollten dies besser schon lange vor ihrer Beerdigung gesagt/gezeigt bekommen.

Ich hab euch lieb, ihr Lieben.
Bleibt mir alle am Leben, ja?


eure Nena ♥

9.4.16 13:22

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Maccabros (9.4.16 17:45)
Gib auf DICH acht...♥...


Thomas / Website (9.4.16 18:47)
Hallo Nena,

dankeschön für Deine guten Wünsche. Ich versuche auf mich aufzupassen, da ich auch noch viel vor habe.
Pass bitte auch auf Dich auf, ich freue mich schon auf viele weitere Blogeinträge von Dir.

Thomas

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