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Aufwachen ist die einzige Chance,die wir haben!
 
 

Vertrauen und verletzen

"Ich will nur nicht, dass du verletzt wirst. Aber dafür ist es jetzt zu spät",

schrieb mir mein bester Freund letztens, als ich mich ihm anvertraute.
Er kennt mich sehr gut und weiß vermutlich, dass meine Distanz zu Menschen lange aufrecht erhalten wird, aber wenn diese einmal eingerissen ist, bietet sie nur noch wenig Schutzmaterial.
Ich gebe nur wenigen Menschen wirklich das Messer in die Hand, mit dem sie mich entwaffnen und beschützen können, oder mir schmerzen. Innerlich und vor mir selbst versteckt bin ich zart und verletzlich, aber in dieses Stadium der unkontrollierten Verletzbarkeit komm ich nur bei ausgewählten Personen. Einer Hand voll.
Ihr kennt das.

Was die Männer-Situation in meinem Leben angeht, ist mir das 100 prozentig bewusst.
Ich habe mein Herz zwar noch nicht weggegeben, aber es gibt da jemanden,  für den es derzeit völlig frei und viel zu ungesichert daliegt von ihm genommen werden könnte. Ich glaube, er weiß das.
Er könnte es in Fetzen reißen. Doch ich vertraue ihm.
Und den Schmerz, den das vielleicht noch auslösen werden kann, dem bin ich mir bewusst. Aber ich würde es überleben. Hab ich schließlich schonmal geschafft..

Anyway, darauf wollt ich gar nicht den Fokus setzen. Etwas anderes hab ich bisher völlig verdrängt.

Da sind noch andere Menschen, die dein Herz ganz leise zum knacken bringen können.
Freunde. Familie. Die Menschen, die dir was bedeuten; die deine Welt ausmachen.
Ihr kennt das sicher: Es gibt einen inneren Kreis an Freunden und einen äußeren. Dem inneren stehst du sehr nah und denkst, das wäre etwas Standhaftes.
Tja.
Die Welt bewegt sich leider.
Ich hab schon oft geschrieben, dass ich mich in dieser digitalen, schnellen Welt oft einsam fühle.
Und so ist es nun auch wieder..
In Irland wusste ich, dass meine Freunde weit entfernt waren.
Zurück in Deutschland hab ich den Fehler gemacht und mich auf deren Anwesenheit gefreut.. und sei es nur in Form eines schriftlichen "Willkommen zurück"s.

Nichts.

Stille.

Zumindest vom inneren Kreis.
Ich hab liebe Aufmerksamkeiten von unerwarteten Menschen bekommen. Und meine Familie war und ist die Beste! Darüber hab ich mich auch sehr gefreut!
.... aber diese anderen "Lieblings" Freunde, die waren nicht da. Nicht gedanklich, nicht verbal, einfach nicht.
*knack*
.. und dann beginn ich, mich ganz langsam zu fragen, ob ich diese Menschen richtig eingeordnet habe, oder den Fokus vielleicht lieber auf Leute richten sollte, von denen ein "ich vermiss dich" oder "schön, dass du wieder da bist" kam. Nicht durch Worte, sondern Taten; Worte nur, wenn sie ehrlich gedacht waren.
Denn diese Stille war nichts neues, sondern altbekanntes Melancholie-mittel.

*knack*

.... vielleicht sollte ich mich lösen, die Sicherheits-Distanz wiederherstellen und damit aufhören, mich unnötig verletzlich zu machen und auf Dinge zu hoffen, die nicht passieren werden..

 

Eure Nena ♥

6.7.16 23:25

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pascale (8.7.16 14:34)
Ich drücke Dir die Daumen, dass das mit Deinem Herz gut geht.
LG


Maccabros (8.7.16 20:56)
Gib bitte auf Dich acht...


Thomas / Website (9.7.16 07:04)
Trotz der Verletzungen wünsche ich Dir immer wieder den Mut, auf andere Menschen zuzugehen.


Nena (9.7.16 13:18)
Ach, ihr lieben, Danke für eure schönen Kommentare!
Ich pass ganz sicher auf mich auf und auf andere Zugehen hab ich nun nach 6 Monasten in Irland tatsächlich endlich gelernt ^^
Es geht mir gut. Ich war nur für ein paar Stunden melancholisch und niedergeschlagen/enttäuscht von meinen "Freunden"...

Beste grüße <3


Pascale (9.7.16 15:55)
Alles wird gut


Maccabros (9.7.16 19:28)
..♥...


Indianwinter (10.7.16 14:11)
Hallo liebe Nena,
ich melde mich heute mal bei Dir, hatte eine kleine Auszeit.
Danke für Deine Freundschaftsanfrage, ich habe sie gerne positiv beantwortet.
Du hast schon recht, man muss etwas auf sich aufpassen, doch genauso ist es aber, dass oft von unerwarteter Seite Positives kommt, so, wie Du es auch erlebt hast.
Und das wünsche ich Dir.
LG, Indianwinter


Schatzsucherin / Website (3.8.16 16:03)
Mir ging es nach meinem 6-monatigen Auslandsaufenthalt ganz genauso wie dir. So ein kurzfristiger "Bruch" wie er nach dem Schulabschluss beispielsweise kommt und erst recht, wenn man ins Ausland geht, prüft welche Freundschaften echt sind und welche diesen "Härtetest" nicht überstehen, Freundschaften, die vielleicht auch nur darin bestanden, dass man sich jeden Tag gesehen hat und den selben Alltag teilte. Dafür darfst du dir deiner übrigen Freundschaften, die dir bleiben, nun umso sicherer sein und solltest sie umso mehr schätzen! Lass dir durch diese Erfahrung nicht deine Offenheit gegenüber deiner Mitmenschen nehmen! Denn wer sich nicht mehr traut, sich anderen zu öffnen, wird dies vermutlich auch im Umkehrschluss leider weniger erfahren als zuvor, und das wäre doch schade! Sei offen zu der Welt und die Welt öffnet sich dir! Was davon du annimmst und was nicht, das darfst du dann immer noch selbst entscheiden.
Alles Liebe, Schatzsucherin

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