lieben,glauben,kämpfen-leben!

Aufwachen ist die einzige Chance,die wir haben!
 
 

Umzug in ein neues Leben - der Minimalismus ruft :D

Hey ihr Süßen,

ich dachte, es ist mal wieder Zeit für einen nützlichen Eintrag.
Nächsten Monat zieh ich um. Im Idealfall in eine eigene Wohnung, die allerdings ziemlich weit von meiner Heimat entfernt ist. Was zuerst ein wenig weltzerstörend für mich klang, hat sich vor kurzem im anderen Licht gezeigt und wirkt jetzt doch recht einladend. Ich habe nach 20 Jahren Familienleben endlich die Chance, ganz für mich und ganz von vorn anzufangen. All den guten Vorsätzen, denen ich schon lange ins Auge sehe, steht nun nichts mehr außer dem eigenen Schweinehund entgegen. Ich habe bald wieder einen geregelten Tagesablauf und ich kann in aller Ruhe und viel vollständiger als bisher zu mir selbst gelangen.

Zwei der Vorsätze, die in meinem Kopf rumschweben sind Minimalismus und plastikfreies Leben.
Beides werd ich nicht vollständig umsetzen können, aber ich möchte auf jeden Fall die ersten Schritte dafür gehen. Dabei fällt die erste Entscheidung: Qualitativer Neukauf oder second-hand. Da ich armer Student bin, wird es vorerst natürlich zweiteres, aber sollte es mal dazu kommen, dass ich was neues brauche, werd ich mir das zweimal überlegen, ob ich es denn überhaupt nochmal brauche und wenn ja, was das Beste in meinem möglichen Rahmen davon ist.

Plastebecher? Nein, danke.

Fernseher? Brauch ich schon ewig nicht mehr.

Neuer Schrank von Ikea? Da hol ich mir später lieber einen Echtholzschrank aus regionaler Quelle.

Nun, ich denke, ihr versteht, was ich meine.
Vor einiger Zeit hab ich dazu eine schöne Aufzählung gefunden, um mit einfachen Mitteln schnell minimalistischer zu leben, die ich gern mit euch teilen würde.
Warum minimalistisch?
Da gab es für mich mehrere Gründe. Zum einen braucht es einfach weniger Platz, wenn du weniger Zeugs hast (und darauf sollte man bei 29qm gut achten!). Dann kommt dazu, dass man sich mit weniger Ballast auch freier fühlt. Ganz nach dem Motto "Wer nichts hat kann nichts verlieren.", aber da gibts auch noch viel weisere Sprüche zu
Dann ist da natürlich noch das liebe Geld. Wenn ich bewusst und frei auf Dinge verzichte, weil ich einsehe, dass ich sie eigentlich überhaupt nicht brauche, dann spare ich an der Stelle natürlich Geld. Das fängt für mich bei der Kaugummipackung an, geht weiter bei der 6. Bluse und endet mit dem Buch, was zwar interessant aussieht, von dem ich aber nicht sicher weiß, ob es was für mich ist. Ich kaufe z.B. nie im Affekt, sondern immer nur nach Überlegung und Abwägung. Wie in der Aufzählung unten schon beschrieben, sollte man sich immer erstmal durch den Kopf gehen lassen, ob man dieses Teil wirklich benötigt oder nur grad haben will.

Und dann ist da noch mein Lieblingsfaktor: die Zeit. Wenn ich keinen Fernseher habe, spare ich so unendlich viel Zeit, die ich für so viel anderes nutzen kann, einfach weil diese olle Flimmerkiste nicht an ist. Oder wenn ich mir das neue, supertoll angepriesene Küchengerät NICHT kaufe, brauch ich auch keine Ewigkeiten, um das Ding a) zu verstehen und b) am Ende wieder aufwendig sauber zu machen. Ich bin ja schließlich vorher auch wunderbar ohne das "unverzichtbare" Gerät klar gekommen.
Man spart also Zeit, Geld und Platz und das alles durch NICHTbesitz. Ich find das so einfach, dass es schon wieder einleuchtend ist.

Wie seht ihr das?

Liebste Grüße,

eure Nena ♥

 

 PS: Hinweis 8 gehört zu meinen Lieblingen. So herrlich einfach, in 5min sofort erledigt und so befreiend, wenn dein Briefkasten nicht mit eh nicht gelesenem Zeugs voll ist. Mehr Platz für Liebesbriefe :D

 

25 Hinweise, minimalistischer zu leben!

  1. Lebe unter Deinen Verhältnissen, innerhalb Deiner Möglichkeiten und für Deine Träume.
  2. Kaufe nur Dinge, die Du brauchst. Wenn ich zum Beispiel in einem Geschäft ein schönes Hemd entdecke, stelle ich mir auf dem Weg zur Kasse die folgenden Fragen: Besitze ich noch keine schönen Hemden (doch, ich besitze zehn schöne Hemden)? Würde sich mein Leben durch den Kauf verbessern (nein)? Würden für mich Nachteile entstehen (ja, ich müsste mehr arbeiten und mein Kleiderschrank würde platzen)? Im Zweifel schiebe ich den Kauf auf. Meist habe ich das Objekt der Begierde nach Verlassen des Geschäfts wieder vergessen.
  3. Lege den Inhalt Deines Geldbeutels auf einen Tisch und halbiere ihn (den Inhalt, nicht den Geldbeutel und schon gar nicht den Tisch). Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Kundenkarte loszubekommen?
  4. Gehe Deine Schuhsammlung durch und sortiere alle Schuhe aus, die Du seit zwei Jahren (Fortgeschrittene: seit einem Jahr) nicht mehr getragen hast. Für sehr gut erhaltene Markenware konnte ich bei eBay hohe Preise erzielen. Ansonsten spende ich Schuhe und Kleidung an soziale Einrichtungen.
  5. Zieh den Stecker Deines Fernsehers und verstaue das Gerät für einen Tag, für eine Woche, für einen Monat, für ein Jahr oder für immer in der Abstellkammer, im Keller, im Speicher oder in der Garage.
  6. Schnapp Dir ein Buch, das Du schon seit Ewigkeiten lesen wolltest, und mache es Dir auf der Couch bequem.
  7. Wenn Dein Bücherregal nichts hergibt, melde Dich in der Bücherei Deiner Stadt an. Das Ausleihen kostet meist nur eine geringe Jahresgebühr, da die Bibliotheken mit Steuergeld finanziert werden. Du wirst über die Auswahl an Büchern und anderen Medien wie Zeitschriften, DVDs und E-Books überrascht sein. Oft ist es möglich, praktisch jedes erhältliche Buch über die Fernleihe zu bekommen.
  8. Klebe einen Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!-Aufkleber an Deinen Briefkasten. Minimalistischer leben kann so einfach sein.
  9. Räume die Benutzeroberfläche Deines PCs oder Laptops auf. Ich vergleiche solch einen minimalistischen Desktop gerne mit einem aufgeräumten Schreibtisch.
  10. Trage Dich aus jedem Newsletter aus, den Du bekommst, aber nicht mehr liest. Dies gilt selbstverständlich auch für meinen Newsletter.
  11. Bist Du bei mehreren Social Media angemeldet und fragst Dich, warum eigentlich? Dann melde Dich bei der Plattform ab, die Du am wenigsten nutzt oder am wenigstens magst. Ich habe meine Accounts bei XING und Stayfriends gelöscht und überlege, auch Pinterest zu verlassen.
  12. Sag Ja oder Nein. Vermeide „Vielleicht“, „Jein“, „Mal sehen“ und „Wir rufen uns zusammen“.
  13. Räume den Kofferraum und den Innenraum Deines Autos auf. Alles was dort nicht hingehört, kommt an den dafür vorgesehenen Platz. Müll wird entsorgt.
  14. Verzichte für alle Strecken bis zu einem Kilometer auf das Auto und auf öffentliche Verkehrsmittel. Gehe stattdessen zu Fuß (oder nehme das Fahrrad). Dies ist die minimalistischste Art der Fortbewegung, schont Umwelt und Geldbeutel und hält Dich fit. Ich mache mittlerweile Strecken bis zu zwei Kilometer zu Fuß und überlege, mein Auto zu verkaufen.
  15. Leere Deinen Kühlschrank, putze ihn gründlich und räume dann Stück für Stück wieder ein. Die Lebensmittel, die nicht mehr gut sind, werden entsorgt. Die Lebensmittel, die noch gut sind, Du aber nicht magst, kannst Du Nachbarn oder Freunden anbieten. Und die Lebensmittel, die nicht mehr lange haltbar sind, bekommen einen eigenen Platz im Kühlschrank und werden beim nächsten Kochen verwendet.
  16. Entdecke die Einfachheit beim Kochen. Es gibt zahlreiche Gerichte, die schnell gehen, gut schmecken und kaum mehr als eine Handvoll Zutaten benötigen: eine Rote Linsensuppe; Rohkost aus Äpfeln, Karotten, Rote Bete, Banane und Olivenöl; eine Kartoffel-Pilz-Pfanne; Pizza Marinara, die nur mit Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Oregano belegt wird, usw.
  17. Iss langsam, mit Genuss und ohne Ablenkung. Musik hören, E-Mails schreiben oder Zeitung lesen ist Ablenkung.
  18. Gehe nach draußen und betrachte den Sternenhimmel. Ist der Himmel bedeckt oder ist es Tag, schließe die Augen und stelle Dir den Sternenhimmel vor.
  19. Zeit und Nerven kann man sparen, wenn man seine Wocheneinkäufe nicht am Freitagnachmittag oder Samstag erledigt.
  20. Der Samstag ist ideal, um ein Museum zu besuchen oder Ausflüge in die Natur zu unternehmen. Wenn ich an Samstagen durch Franken wandere, wundere ich mich oft, dass ich die Wege fast für mich alleine habe. Dann fällt mir ein, dass gerade halb Deutschland die Fußgängerzonen und Einkaufszentren stürmt.
  21. Stehen in Deinem Kalender geschäftliche oder private Termine, die Du nicht unbedingt wahrnehmen musst und zu denen Du überhaupt keine Lust hast? Dann sage sie ab.
  22. Verbringe stattdessen Zeit mit den Menschen, die Dir wichtig sind, mit Deinem Partner, Deinen Kindern, Deiner Familie und Deinen echten Freunden.
  23. Arbeite weniger. Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung klärt über die Möglichkeiten auf. Mit diesen habe ich gute Erfahrung gemacht: Überstunden vermeiden, unbezahlten Urlaub nehmen, Arbeitszeit reduzieren anstelle einer Gehaltserhöhung, ein Sabbatical einlegen, kündigen.
  24. Lass Dich von 100 Minimalismus-Zitate aus 4 Jahrtausenden inspirieren.
  25. Entkoppel Dich ab und zu – vom Internet, vom Handynetz, von der Telefonleitung, vom Knopf im Ohr. Am besten schaffe ich das in der Natur. In den Alpen empfinde ich es als befreiend, stundenlang „zwangsentkoppelt“ zu sein.

(gefunden auf: http://www.einfachbewusst.de/2014/02/minimalistischer-leben/)

 

4.9.16 23:04

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Exhausted (4.9.16 23:12)
Eine tolle Idee! Da stehen ein paar Dinge, die mich dazu anregen, es auch mal mit der einen oder anderen Sache zu wagen. Was genau meinst du mit "ziemlich weit", wenn du von der Entfernung zur Heimat sprichst?

Viele liebe Grüße!


Nena (4.9.16 23:22)
Ziemlich weit ist im Grunde gar nicht soo weit. 200km in etwa. Aber genug, um auf mich allein gestellt zu sein (Auto zum mal eben rüber fahren hab ich nicht).

Ja, ich finde, ein paar Dinge von der Liste lassen sich wirklich gut umsetzen. Schritt für Schrtt. Aber es befreit wirklich. Mich zumindest.

Liebe Grüße zurück


Dorehn (5.9.16 00:37)
Liebe Nena, lebe das Leben jetzt so, wie du es beschreibst (!) - es wird wirklich viel zu viel sinnloses gekauft- wahrlich...- das ist für viele im Grunde eine gute Sache zum Nachdenken über nötig und unnötig... mmh,auch wenn man im Laufe des Lebens das eine oder andere mit anderen Augen sieht oder aus anderem Blickwinkel später gesehen wird - wenn es z.B. um den nötigen Unterhalt für die (Scheidungs-)Kids geht und der, der sie eigentlich finanziell unterstützen müsst,genau aber so wie Du gerade denkst: "was ich nicht am Leib brauch, muss ich auch nicht an Geld haben - dann kann ich(derjenige) rechtlich nicht belangt werden" ... und...dann haben die Kids bei Muttern halt "gelitten": "...soll "Die" (Alte) sich mal um "andere Quellen" bemühen, um die Kids durch zu füttern - Hauptsache, ich lebe mein Leben" - Minimalismus mit Fragezeichen meine ich... kannst Du das verstehen? LG Dorehn


Indianwinter (5.9.16 13:36)
Liebe Nena,
eine eigene Wohnung, auch wenn es nur eine kleine ist-
das bringt mir die Erinnerung an meinen eigenen Auszug von zu Hause, wo wir recht beengt gelebt haben.
Es ist ein so tolles Gefühl, die eigenen vier Wände zu haben, Du wirst es selber feststellen.
Deine Liste ist super, man kommt wirklich ins Grübeln, ob man nicht selbst noch etwas ändern könnte, obwohl ich auch einiges davon schon lange lebe.
Es beginnt eine neue Phase in Deinem Leben, für die ich Dir alles Liebe wünsche, viel Spaß dabei
LG, Indianwinter

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