Gedanken einer Erwachten

lieben, glauben, kämpfen - leben!
 
 

Samhain 2016

Liebe Leute, das keltische Jahr geht schon wieder zuende. So viel ist passiert in diesem Jahreskreis. „Letztens“ saß ich noch täglich bei meiner Praktikumsstelle, noch immer in Gedanken beim grad bestandenen Abitur.
Es fühlt sich für mich an wie mind. 2 Jahre, denn ich hab mich in dieser Zeit unheimlich weiterentwickelt, bin gewachsen, hab Erfahrungen in der Fremde gesammelt, habe begonnen immer bewusster zu leben, bis ich vor 3 Wochen endgültig meine Ernährung umgestellt habe, bin viel am Basteln und ausprobieren. Erlerne Handarbeiten neu.
Die Zeit zwischen der Tagundnachtgleiche und Samhain ist im keltischen Kalender die Zeit der Ernte. Und das ist nicht nur landwirtschaftlich gemeint, sondern lässt sich auch auf alle anderen Lebensbereiche übertragen. Was habe ich in diesem Jahr vollbracht? Was kann ich nun nach diesem Jahr „ernten?“ Für mich sind das eindeutig meine vielen kleinen Selbstversorger-Schritte, wie ich sie nenne.
Ich habe jetzt meine kleine, zauberhafte Wohnung, die mir viel Raum und Freiheit gibt. Die kleinen Dinge, die man im Familienverband einfach nicht anpackt, weil das ja die ganze Gewohnheit umwirft, kann man nun endlich angehen. Alles, was man selbst nicht braucht oder haben will, kann rausfliegen. Ein bisschen Minimalismus. Alles hier in diesem Raum repräsentiert mich und ist für mich. Ich mache Waschmittel selbst, koche fast täglich frisch, habe Industriezucker von meiner Einkaufsliste gestrichen, Weizen und rotes Fleisch auf ein Minimum reduziert.
Ich bin sehr stolz auf mich und dieses Jahr.
Ich habe mehr erreicht, als ich erwartet habe, bin in mir angekommen.

Meine Aufgaben für den neuen Jahreskreis sind allerdings trotzdem schnell klar:
Ich muss jetzt im Außen Anschluss finden. Ich bin zwar viel unterwegs, aber anhaltende Freundschaften oder Bekanntschaften mit regelmäßigem Kontakt fallen mir noch schwer. Meine Kommilitonen sind nett, aber bisher hab ich noch niemanden, mit dem ich gern mal ein Wochenende verbringen würde. Noch bin ich sehr allein hier.
Das ist also meine Aufgabe Nummer 1.
Dann will ich natürlich meine ersten 2 Semester erfolgreich abschließen. Es scheint ein ziemliches Pensum zu sein, wenn man sein Studium wirklich ernst nimmt, aber mein Ziel ist klar und damit der Arbeitsaufwand auch gern gerechtfertigt.
Außerdem will ich wirklich unbedingt endlich mehr über Gartenpflege wissen. Workshops, Mithilfe, Planung, Verarbeitung. Permakultur. Ganz egal. Eigentlich wollte ich mir hier selbst einen Garten zulegen, aber für die Kürze des Studiums lohnt der finanzielle Aufwand einfach nicht. Darum will ich wenigstens anlehnende Ausweichmöglichkeiten wahrnehmen. Ich hoffe, das klappt.
Und zu guter Letzt möchte ich meinen Lebenslauf noch weiter aufpolieren. Ehrenamtliches Engagement und unaufgeforderte Hilfsbereitschaft sehen nicht nur gut aus, sie geben mir auch erste „reale“ Erfahrungen außerhalb des Lehrgebäudes.

Wow, so schnell lassen sich neue Ziele finden. Sie sind mir grad eben erst so geordnet in den Kopf gewandert. Ich bin gespannt, wie die Auswertung nächstes Jahr ausfällt, ob ich meine Vorstellungen befriedigen konnte.
Am Ende läuft alles auf meine immer präziser werdende Traumvision hinaus. Aber bis dahin ist es noch ein langer und spannender Weg.

Doch nun kommt erstmal die dunkle, zurückgezogene Zeit an der Reihe. Nichts schlechtes, wie ich finde. Man kehrt in sich, zieht sich zurück, lässt los und wartet. Wartet, dass wieder Licht in unsere Herzen scheint und uns Mut gegeben wird, um wieder neu zu beginnen.

In Liebe,
eure Nena ♥

27.10.16 12:29

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

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