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Vegetarisch

Spontan und ohne Vorwarnung kam mir die Impulsidee, ein Jahr lang vegetarisch zu bleiben. Wird keine (oft kritisierten) Schäden hervorbringen und ist einfach nur ein Selbstexperiment. Mal gucken, was danach ist.

So hab ich angefangen. Pünktlich zum Neujahr.

Jetzt ist der erste Monat vorbei.. und ich hab jetzt schon keine Lust mehr :D
Nein, ehrlich, ich finde es irgendwie schwierig und vermute, dass das zum großen Teil nur daran liegt, dass es jetzt ein MUSS ist, kein "ist gut, wenn". Ich habe mich vorher bestimmt 4 Monate überwiegend vegetarisch, fast vegan ernährt. Durch meine 2 Wochen Entgiftungskur fiel mir das sehr leicht und passierte einfach so. Fleisch hab ich ein bis höchstens zwei Mal pro Woche gegessen. Nur darum kam mir ja die Idee. Aus dem Nichts hätte ich mir so eine große Aufgabe nicht gestellt.
Doch der letzte Monat war auch viel von hin und her durchzogen. Ich war nirgendwo wirklich. Bisschen zu Hause, bisschen in der Heimat. Und für nur kurze Zwischenphasen mach ich mir keinen Plan, was ich kochen möchte bzw einkaufen muss. Blöder Fehler. So kam schnell das Gefühl auf, "endlich mal wieder was Richtiges, festes" essen zu wollen. Mir fehlt es eben doch oftmals noch an Ideen, die zu mir passen.

Soweit der Stand. Der nächste Monat wird mich nochmal sehr arg auf die Probe stellen. Der März auch zum großen Teil.
Ich bin bald 6 Wochen bei meinem besten Freund, um mein Praktikum zu absolvieren. Heißt also, ich muss mich in seinen WG-Haushalt integrieren, der natürlich von allen Seiten aus Fleischessern besteht. Wahnsinn, wie schnell das plötzlich zum Problem wird. Dabei hatte ich mich beinahe gefreut, dass ich nicht immer allein kochen muss..
Naja. Ich bin gespannt, wie das wird.

Danach fahr ich für eine Woche nach Frankreich in die Gastfamilie meiner Freundin. Ich weiß nicht, wie die mit fleischlosen Gerichten sind. Möchte auf keinen Fall unhöflich sein. Werde meine Freundin vorher fragen, wie die Lage so ist.. okay, sie liest das vlt grad.. spar ich mir das fragen xD

Und danach? Ich weiß nicht. Ostern und Weihnachten werden sehr interessant. Habe überlegt, zu diesen Tagen eine Pause einzulegen. Aber andererseits wäre das ja genau entgegen meinem Ziel, zu sehen, wie es ist. Wie man ohne klar kommt.
Meine Oma ist jetzt schon am verzweifeln. Könnte nichtmal Spinat für mich machen, weil sie da immer Speck reinmacht.. ^^ Aber sie gibt sich Mühe, das weiß ich. Und das weiß ich sehr zu schätzen!

Wie das ganze dann ausgehen wird?
Ich weiß es nicht. Ehrlich. Es kann alles sein. Entweder fieber ich dem Ende entgegen und werd erstmal eine Woche nur Würstchen, Lasagne, Gehacktes und Schnitzel essen. Oder ich hab mich so daran gewöhnt, mir in 12 Monaten genug Alternativen und Rezepte und Ideen geholt, dass ich es nicht mehr brauche und auch nicht mehr will.
Das Wahrscheinlichste ist wohl die erwartete Mischung aus beiden. Extreme Minderung, aber bei gesonderten Anlässen bewusst eine Ausnahme machen. Und die dann auch genießen! Erst an dem Punkt, wo mir das Fleisch wirklich nicht mehr schmeckt (und auch das kann ich mir vorstellen), werde ich den Fleischkonsum völlig einstellen. Ich hab so viel gelesen und mich überall erkundigt. Und noch weiß ich immer nicht, was für meinen Körper gesünder ist. Logisch, aus Weltrettersicht stellt sich die Frage nicht. Aber hier ist für mich wirklich die Gesundheit meines Körpers, den ich sehr liebe und achte, an erster Stelle. Und da hört man von beiden Seiten soo viel. Und es fällt unendlich schwer, zu filtern, was wirklich fundiert und richtig ist und was nicht.

An dieser Stelle mag ich noch anmerken, dass ich die ganze, riesige Diskussion um die Ernährung, vegan, vegetarisch, laktosefrei und co. tatsächlich positiv wahrnehme. Nicht alle Richtungen machen in meinem kleinen Kopf Sinn, aber zumindest wird endlich mal über dieses Thema diskutiert! Essen, eine Grundversorgung, wird nicht mehr einfach so hingenommen, "weil's eben schon immer so ist", sondern aktiv überdacht. Und das kann in unserem ach so tollen Staat echt nicht schaden..

 

Danke ihr lieben! Für's bis zum Schluss lesen, fürs diskutieren und Meinung haben. Ich liebe eure Kommentare, die zum denken und nachdenken anregen!

 

Eure Nena ♥

27.1.17 22:39

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mathias / Website (28.1.17 09:48)
Für eine Vegetarische Ernährung gibt es ja doch eine recht große Auswahl. Angefangen mit dem ganzen Obst und Gemüse. Oder auch Kartoffel und Reis.
Eigentlich kommt der ganze Geschmack beim Fleisch ja auch von den Gewürzen und Kräutern, mit dem es gewürzt ist.
Ich finde es schade, dass die vegetarischen oder veganen Ersatzprodukte in der Regel doch noch recht teuer sind. Und immer nur Reis mit Gemüse, möchte man auch nicht haben.


Nena (28.1.17 14:25)
Hallo Mathias,
Stimmt, es gibt mittlerweile unendlich viel im Angebot. Die Sache ist bei mir nur, dass ich von all den Ersatzprodukten bisher wenig halte. Es gibt ein paar Sachen, an die ich mich langsam rantaste und nachsehe, ob das meinem Körper gut tut. Denn vegetarisch ist ja nicht gleich gesund..
Aber vermutlich werde ich das ein oder andere Mal auf solche PRodukte zurückgreifen. Ist ja auch kein Beinbruch.. und muss auch jeder selbst entscheiden, wie es für ihn am besten passt.

Beste Grüße


Maccabros (29.1.17 08:33)
man ist immer wieder erstaunt, was es alles an Produkten gibt, die schmecken...

bleib dran und gutes Gelingen...


Caroline / Website (29.1.17 14:23)
Hey Nena,

da kann ich mal über meine eigene Erfahrung schreiben: Ich habe mich nämlich selbst Zeit meines Lebens flexitarisch ernährt. Vor ca. 13 Monaten habe ich bewusst auf das Fleisch verzichtet, doch nicht, um mir etwas zu beweisen oder mein Durchhaltevermögen zu testen. Es hat sich halt einfach so ergeben. Der Vorteil ist auch, dass ich für mich selbst koche und meine Familie diese Umstellung auch relativ gut aufgenommen hat. Wenn ich die letzten 13 Monate mit der Fastenzeit vergleiche, die ich die Jahre vorher bewusst auf Fleisch verzichtet habe, war das echt ein Klacks. Vielleicht stimmt es, es macht mir nicht so viel aus, wenn ich mich nicht selbst unter Druck setze o.ä. Mittlerweile ist mir aufgefallen, dass ich die Nase rümpfel, wenn ich mit Fleisch in Berührung komme - z.B. wenn ich ein Gericht für Bruder/Familie koche. Aktuell kann ich mich nicht erinnern, wieso mir Fleisch jemals schmecken konnte.
Oh, und noch eins: Die Anfangszeit ist mir vermutlich so leicht gefallen, weil ich doch noch vermehrt auf Fleischalternativen zurückgegriffen habe. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich das in den letzten Monaten kaum noch mache. Von daher koche ich eigentlich nur mit Gemüse, Reis, Nudeln, Kartoffeln, ... Du glaubst nicht, wie abwechslungsreich das sein kann!

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du viel Neues entdecken wirst und dass du dich bei der ganzen Sache wohl fühlst! Und das alles natürlich immer mit viel Genuss =)

Liebe Grüße
Caroline

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