Gedanken einer Erwachten

lieben, glauben, kämpfen - leben!
 
 

Homophobie

Angesichts der aktuellen Lage was die "Homo-Ehe" betrifft ein dazu passendes Statement meinerseits.

Ich finde dieses Thema unheimlich wichtig. Zum einen, da meine Schwester 'vom anderen Ufer' ist, zum anderen aber, weil ich Toleranz im Allgemeinen als sehr wichtig ansehe. Ich meine, homosexuell kann man nicht einfach sein, weil man's toll findet oder gern sein möchte. Man ist es einfach oder nicht & wenn andere das nicht akzeptieren ist das einerseits ein echtes Armutszeugnis für diejenigen, andererseits ziemlich doof für die Betroffenen. Also, es gibt keinen Grund, sie anders zu behandeln. Sie lieben einfach nur ein anderes Geschlecht als gewöhnlich. Der einzige Unterschied wäre vielleicht, dass man als heterosexuelles Mädchen den bi- oder homosexuellen klar machen muss, das man nicht interessiert ist (wobei ich ja gern erkläre, dass man niemals nie sagen soll ;D)

Und zur Ehe an sich möchte ich auch noch einiges anmerken: den Begriff "Homoehe" finde ich unnötig. Es ist doch egal. Wichtig ist doch, dass jeder den Menschen heiraten kann, den er liebt! Und nur das ist wichtig! Und deshalb ist es so dämlich, Ehe und Homoehe zu trennen. Es ist doch alles das gleiche. Und wenn sogar das urkatholische Irland das begriffen hat, warum kann es das sooo tolerante Deutschlad nicht?
Ich zumindest wünsche mir das von Herzen. (Ich will schließlich endlich meine Schwester heiraten sehen, hihi)

Also: seid nicht so dumm wie im Moment leider noch die große Masse. Bitte, akzeptiert, und wenn nicht toleriert doch bitte wenigstens Homo-, Bi- oder Transsexuelle Menschen und grenzt sie nicht in Tratitionen wie der Hochzeit aus.


Mit den liebsten Grüßen also,
eure
Nena

 

Achso, zuletzt nochmal ein Zusatz zum Begriff Homophobie. Dieser  ist nämlich der größte Schwachsinn überhaupt, weil ANGST (=phobie) braucht man vor homo-, bi- & transexuellen wirklich nicht haben Oo

 

PS: Die Kommentare sind übrigens interessant und füllen die fehlenden Aspekte meiner Darstellung wunderbar auf. Weiterlesen lohnt sich ;D

28.5.15 10:15

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (28.5.15 11:03)
Ich teile deine Gedanken, sehe aber kaum irgendwo in meiner Umgebung Intoleranz oder gar Homophobie. Selbst in Serien wie GZSZ etc. werden diese Dinge als so normal hingestellt wie sie auch sind, und das ist gut so. Dennoch braucht unsere Gesellschaft etwas, das immer mehr fehlt: Gesprächskultur auch gegenüber Andersdenkenden, aber auch verbindliche Grenzen. Übertoleranz ist genauso giftig wie Intoleranz, denn sie fördert Prallelgesellschaften und rechtsfreie Räume (hier bezogen auf andere Dinge als die sexuelle Ausrichtung). Und diese Gesellschaften kann man sich life in meiner Stadt ansehen, in bestimmten Stadtteilen.
Und das finde ich traurig. Liebe Grüße!


Nena (28.5.15 11:53)
Danke Andreas für diesen interessanten Beitrag.
Du hast recht, mittlerweile gibt es immer mehr Toleranz, auch an öffentlichen Stellen, aber in kleinen konservativen Ecken wie meiner ist homosexualität z.B. immer noch "eklig".
Und auch deinem zweiten Punkt stimm ich zu. Der Mensch braucht Grenzen, vor allem Richtlinien, die in der heutigen Welt immer weniger gegeben sind. Diese "Übertoleranz" bis hin zum (als Beispiel) "wer nicht homosexuell ist bzw. es ausprobiert hat, ist intolerant" (was traurigerweise in der Frühsexualisierung so ähnlich betrachtet wird)führen zu nichts außer Orientierungslosigkeit...

Beste Grüße, Nena ♥


theaterliebe / Website (28.5.15 11:58)
Tolles Statement. Habe mir gestern die Kommentare auf Facebook zu den Diskussionen um die "Homoehe" durchgelesen und bin sehr erschrocken wie intolerant und hinterwäldlerisch manche Menschen doch sein können. Meine Englischlehrerin hat immer gesagt Schwule sind die besten Freunde der Frauen (übrigens auf einer katholischen Schule) und was soll ich sagen... sie hatte vollkommen recht. Liebe Grüße und schreib weiter so tolle Texte


Andreas / Website (28.5.15 12:43)
Hey, danke für deine Antwort. Ja, diese "Extremisten" wird es auf beiden Seiten immer geben, aber sie sind in der Minderzahl. Es freut mich sehr dass ich die Sache mit den Grenzen so erklären konnte dass du die Idee teilen kannst. Ich denke da immer an Kinder, die gut mit Grenzen klarkommen, wenn der Gegenüber sie klar macht und sie verstehen dass da auch ein Mensch steht mit seinen Empfindlichkeiten, der gleichzeitig aber auch ihre Grenzen respektiert. Auf diese Art lernt man echtes und natürliches Sozialverhalten. Liebe Grüße!


Maccabros (28.5.15 12:51)
Ob die "anderen" dumm sind, weiß ich nicht - es mag immer noch eine Art Unverständnis sein,Fehl-und/oder Falschinformation.

Das Thema ist vielschichtg und facettenreich - ich verurteile nicht - ich liebe und setzte voraus, dass es akzeptiert/toleriert wird und das erwarte ich auch in jedwede Richtung, auch von mir aus.

Wir wachsen auf und lieben und können es nicht beeinflussen, ob es Frauen oder Männer sind - wir lieben nach Gefühl und nicht nach Zeitgeist oder Tagesform...


Exhausted / Website (28.5.15 15:52)
Ich verstehe zwar, was du mit deinem Beitrag sagen willst, empfinde ihn aber teilweise als etwas einseitig. Menschen verurteilen nicht aus reiner Dummheit andere Menschen, jedenfalls nicht immer. Das ist sehr viel vielschichtiger und wenn nicht homosexuelle Menschen verurteilt werden, dann eben andere "Randgruppen" (oder als Randgruppen empfundene Gruppen) wie Ausländer, Menschen aus bestimmten Kulturen, Menschen mit Behinderungen etc. Abgesehen davon gibt es eben auch noch genug Menschen, die etwas, was sie nicht kennen, verurteilen. Das macht sie nicht zu schlechten Menschen.

Dass es bei uns die "Homo-Ehe" nicht gibt, hat meiner Meinung nach weniger etwas damit zu tun, dass es Menschen gibt, die Homosexualität ablehnen. Es ist einfach eine politische Sache. Ich glaube, dass ein Volksentscheid hier ähnlich ausfallen würde wie in Irland.

Das für mich Unglaubliche ist, dass man sich immer noch darauf stürzt, dass es Menschen gibt, die intolerant sind. Diese Menschen wird es immer geben und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was daran problematisch ist - solang diese Intoleranz nicht mit verbaler oder körperlicher Gewalt einhergeht. Wenn jemand nichts mit Homosexualität zu tun haben möchte, ist das schade, aber das muss doch jeder für sich wissen, wie er mit soetwas umgeht. Wie gesagt, dafür gibt es einfach unterschiedliche Ursachen. Und in dem Kontext ist das Wort "Homophobie" auch sehr sinnig.


Wer sich über diese Intoleranz aufregt, soll sich bitte auch über jegliche andere Intoleranz aufregen. Ich hab lieber im Blick, wie viele Menschen da draußen ihr Denken verändert haben und wie weit wir mittlerweile gesellschaftlich sind, wenn es um diese Themen geht. Vor etwas über zwanzig Jahren war Homosexualität noch strafbar! Um so fantastischer finde ich diese Veränderungen, zumal ich auch wesentlich mehr Toleranz als Intoleranz sehe!


gebsy / Website (28.5.15 17:53)
Hallo! Ehrlich währt am längsten;-)
Falls es interessiert, bzw. noch akzeptabel ist, dem Erfinder des Menschen Glauben zu schenken, möchte ich einladen, diese Zeilen zu versuchen:
Seele, Geist und Körper sind eine Einheit, die sehr sensibel und es wert ist, beachtet zu werden.
Die Zehn Gebote entspringen keiner Willkür, sondern zeigen den Weg zum BLEIBENDEN Glück; das SCHNELLE Glück wird von allen versprochen ... gebsy


Nena (29.5.15 10:05)
Hey Leute, ich danke euch für eure Beiträge.

An exhaused:
Vielleicht hast du recht, was die Einseitigkeit des Beitrags betrifft, sicher hast du recht, was die enorm gestiegene Toleranz angeht.
Doch mir geht es tatsächlich darum, dass Menschen mit anderen Lebensweisen nicht verurteilt werden, auf jeder Ebene. Vielleicht macht Menschen, die sie ausgrenzen nicht zu schlechten Menschen, doch gut find ich es damit lange nicht. Für mich gilt der Leitfaden: Bevor du nicht die ganze Geschichte kennst, urteile nicht! Und wer die Geschichten kennt, hat meist auch Verständnis.
Ich habe es mir (ein wenig naiv) zur Aufgabe gemacht, mich für viele Randgruppen einzusetzen, weil Toleranz und Akzeptanz für mich einfach wahnsinnig wichtig ist.

Dennoch hast du recht: es ist wunderbar, wie sehr das Verständnis bei dem Großteil gestiegen ist und darauf sollte man sein Augenmerk legen...

Beste Grüße an euch alle!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen