lieben,glauben,kämpfen-leben!

Aufwachen ist die einzige Chance,die wir haben!
 
 

Versagt

Ich bin ja meist total überzeugt von mir. Ich persönlich halte mich auch für arrogant, ja. Und wenn ich einen Moment lang nicht aufpasse, platzt irgendwas grausam gemeines aus mir raus. Der Grund ist gerechtfertigt, die Art und Weise wohl nicht. Und dann beginn ich wieder, an allem und vor allem an mir zu zweifeln. Das macht mir immer wieder auf's neue wahnsinnige Angst, weil mein eigenes Gleichgewicht dann beinahe kippt. Genau das, worauf ich mich immer stütze wird mir unter den Füßen weggezogen, ihr kennt das.
Und dann fangen die Gedankenkreisel an:

Ich wollte immer wer ganz besonderes sein. Wetterfee, Kräuterhexe, Weltretter; ein Supergirl, dem es wirklich gut geht. Ja, genau das wollt ich immer schon sein. Und dann sitz ich allein zu Haus; und obwohl ich immer predige, wie gut es ist, auch mal allein zu sein, auch wenn ich social networks wie WhatsApp oder Beziehungskitsch und Mädchenklischées hasse, wünsch ich mir, dass mir jemand schreibt, dass ich einen Freund habe, der mich liebt, mich in den Arm nimmt und mit mir kuschelt. Und dann merk ich, dass ich eben doch nur ein ganz normales Mädchen bin, was sich nur für individuell und tatsächlich anders hält. Denn eigentlich bin ich nur wie jede andere
... nur einsamer, weil ich mir diesen Sachverhalt nicht eingestehen will...

Und diese Einsamkeit macht mich wahnsinnig. Da ist fast niemand, der mir einfach mal so schreibt, der vor meiner Tür steht, sich verrückte Sachen ausdenkt. Es heißt ja immer, man soll Menschen das schenken, was man selbst gern hätte. Aber das meine Taten quasi eine schreiende Bitte sind, das hört keiner. Meine Freunde, meine wirklich lieben und wunderbaren Freunde würden nie auf die Idee kommen, einfach vor meiner Tür zu stehen oder mich auf ein "in 'ner Stunde gehts los"-Konzert einzuladen. Nein. Und das ist wohl auch okay, doch ich reagier total verständnislos, weil es oft genau das ist, was ich mir gewünscht hätte.

Und Schuld an allem? Entweder leb ich in einer Welt, in der ich so "disconnected" einfach nicht so recht klar komme, oder ich bin eben doch ein gemeiner Mensch, der andere so krampfhaft verändern will, dass er sie angreift. Ich fühle mich furchtbar schlecht bei diesem Gedanken, weil wahrscheinlich Wahrheit in ihm steckt.

Und das, obwohl Supergirls doch gar keine so ekligen Fehler haben...

31.8.15 11:24

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn (31.8.15 21:45)
...Du bist auf der Suche nach Dir und dabei Fehler machen gehört dazu...vielleicht hast Du Möglichkeiten in einer Gruppe Fuß zu fassen und zu engagieren, die deinen Idealen näher kommt...?


Maccabros (3.9.15 04:30)
Mitunter ist eine Veränderung gut - sei es eine Reise, eine Interessengruppe oder einfach eine Frage an jemand, wo wir uns bisher nicht getraut haben...

(Du hast NICHT versagt!)


LG

Maccabros


Caroline / Website (4.9.15 19:04)
Irre. Der Eintrag hätte genau so auch von mir sein können!

Wobei mir die Einsamkeit momentan sehr gut gefällt. Ich kann tun und lassen, was ich möchte, und muss nicht zuerst bei (")Freunden(") betteln, ob denn nun jemand mit mir was unternimmt... Nur um dann doch fünf Minuten vorher eine Absage zu erhalten. Andersrum muss ich mich auch nicht rechtfertigen, wenn ich mal keinen Bock auf etwas habe ;D Außerdem habe ich festgestellt, dass es mir tatsächlich besser geht. Ich muss mich mit niemandem mehr rumärgern und es gibt niemanden mehr, der mir auf die Nerven geht oder mich nur ausnutzt :D

Allein, aber fein Alles hat seine Vorteile!

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