Gedanken einer Erwachten

lieben, glauben, kämpfen - leben!
 
 

Mein Traum

(Stand 19.9.2015)
Wenn man Pläne hat, hab ich gehört, soll man sie weiter erzählen, damit man sie irgendwann auch wirklich umsetzt. Und genau das möchte ich heute tun.

Ich bin ein wahnsinnig naturverbundenes Wesen. Und das nicht, weil ich so Öko erzogen wurde (meine Mama hat genau genommen Angst vor Wäldern), sondern weil es mich besonders in schwierigen Situationen immer wieder in den Wald oder auf’s Feld zieht. In großen Kaufhäusern kam ich mir schon immer klein vor und Städte sind interessant aber kein dauerhafter Lebensraum für mich.
Das machte meine frühere Vision vom Streetworker natürlich schwierig. Doch weil ich unbedingt mein vielleicht einziges Talent, Menschen zu öffnen und ihnen Wege zu zeigen, in meinem Leben nutzen will, arbeitete mein Kopf lange auf Hochtouren. Es musste einfach einen Weg geben, denn mein Wunsch war und ist zu groß.
Also durchstöberte ich das Internet und fand Stichworte wie „geldfreies Leben“, „Selbstversorger“ und „bewusstes Leben“, die mich unglaublich inspirierten. Da ich zwar naiv, aber gleichzeitig auch kritisch bin, ist „geldfreies Leben“ natürlich kein universaler Plan und damit das Geldverdienen und alles Konventionelle natürlich nicht über den Haufen geworfen, nein. Aber es war ein Teil, was mir gefehlt hat, um meinen doch noch sehr ungenauen Gedanken Form zu verleihen:

Ich will immer noch eine Art Sozialarbeiter sein und ich will mich so autark wie möglich unterhalten, also ist die Lösung ein wunderschönes Selbstversorgergrundstück. Es wird genug Nahrung und auch Wohnraum da sein, um alle zu versorgen. Es wird ein wunderschönes Wohngebäude geben für Seminare und Bücher und eben die Jugendlichen, die zu mir kommen – ich weiß noch nicht, wie die rechtliche Lage das bestimmen wird; entweder aus freien Stücken, durch Anfrage der Eltern oder durch das Jugendamt und bei uns leben werden. Alles möglichst naturverbunden und ökologisch und hoffentlich auch nicht so sehr auf Kosten der Staatskasse, die ist schon belastet genug und außerdem wäre ich dann wieder völlig auf diese angewiesen.

Ich möchte weiterhin zum Teil die normalen Streetworkertätigkeiten ausführen und dabei den Jugendlichen, die keine Perspektive oder überhaupt einen Sinn für ihr Leben sehen, sagen können „Kommt zu mir auf den Hof. Dort ist zwar harte, ehrliche Arbeit an der Tagesordnung, aber es ist auch ein guter Platz, um zu sich selbst zu finden und darüber nachzudenken, was du in der Welt bewegen willst, wer du sein willst“

Das ist mein Traum. Mein inniger, ehrlicher Traum. Und diesen werde ich umsetzen!
Der Weg ist lang, denn was das Selbstversorger Know-how angeht, hab ich zurzeit überhaupt keine Kenntnisse. Meine Mutter hatte nie einen Garten oder ähnliches. Wir fangen erst jetzt an, bewusst einzukaufen und zu essen.
Und leider muss ich im Moment auch noch die Füße recht still halten, da ich zurzeit in der Warteschlange für mein Au-pair Jahr stehe. Aber sobald mein Studium anfängt, werde ich mit einem kleinen Garten die ersten Schritte lernen, wie man sich selbst ernähren kann. Ich werde mich belesen, mit meinem wenigen Geld wirtschaften und mein Weltretterdasein umsetzen, damit ich allen zeigen kann, dass man eben nicht „nach ‚ner Weile aufgibt, weil es ja sowieso nichts bringt“.

Ja, so wird es sein. Das ist das Ziel und der Ansatz meines Weges. Der Rest wird sich so bahnen, wie es für mich am besten ist.
Davon bin ich überzeugt.

 

In Liebe,
eure Nena ♥

 

UPDATE:
16.6.2017

Zwei Jahre sind um und vieles hat sich gewandelt. Beim Lesen einiger meiner Worte muss ich mich heute schütteln.
1. Soll es um junge Erwachsene gehen. Menschen, die bereit sind, Informationen von anderen anzunehmen. In der Jugend muss man sich selbst finden. Da sollte man nicht Rat von Fremden suchen, wenn es nicht der eigene innige Wunsch ist.
2. wird niemand durch das Jugendamt zu mir geschickt! Das wird aus absolut freien Stücken passieren und die richtigen Menschen werden zu mir finden.
3. Das mit der "harten" Arbeit möchte ich auch relativieren. Nein, es wird nicht gefordert, hart zu arbeiten. Wer da ist, darf einfach SEIN. Klar wird es beiden Seiten helfen, wenn gemeinsam angepackt wird, aber das eher auf einer Basis von "in mein Alltagsleben mit eintauchen" und davon praktisch durch Erfahrung und freies Probieren zu lernen.
4. Das mit dem Selbstversorger-Know-How wird besser. Aber nicht nur das Wissen selbst, als viel mehr das Vertrauen, dass das schon alles klappen wird, Schritt für Schritt. Alles kommt zur rechten Zeit und wird wunderbar und schön! (:
5. Die Streetworkersache hab ich übrigens aufgegeben. War wohl nur der Übergang, der mich zu meinem Traum geleitet hat. Vielen Dank dafür ans Universum! Es war Gold wert ♥ Aktuell hab ich die Idee des Dorfsozialarbeiters, was aber eher dazu laufen soll. mehr dazu in Punkt
6. Ich will die alten Dörfer wiederbeleben. Die alten Traditionen in die neue Zeit transformieren, und zwar so, dass die alteingesessenen "Dorpschen" gar nicht mitbekommen, dass ich da ankomme und groß was Neumodernes anschleppe. Die Jahreskreisfeste zum Beispiel sind eigl oft versteckt in unserer Kultur eingebettet und müssen nur neu vorgekramt werden. Ansonsten Angebote für Kinder, wo sie einfach frei spielen und lernen dürfen. Da brauchen sie mich nicht zu. Nur den Raum und die Zeit.
7. Zu guter Letzt werd ich immer die Heilerin in mir stärken. Ob es die Seele ist, die ich mit einem Lächeln zum Lachen bringe, oder die anspreche, um deinen Physischen Körper zu regenerieren. Heilkräuter und Zauberwissen faszinieren und begeistern mich von Beginn an und ich baue das immer und immer weiter aus, um ein möglichst großes Spektrum an Möglichkeiten zu haben, Menschenwesen zu ihrer vollen Kraft zu verhelfen.
Oh und nein, ich will keine Therapeutin sein. Das macht die Natur viel besser als ich.. (:

17.6.17 14:06

Letzte Einträge: Metaphorisch ?, Fastenzeit 2017, Seminar-Event-Begleitung, "Wann werden Sie leben? Wann?, Lebenszeichen

bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn / Website (19.9.15 22:21)
...bei deinen niedergeschriebenen Zukubftsträumen hab ich gedanklich auch meine Tochter gesehen, die in ganz ähnlicher Weise denkt und handelt... alles Gute auf dem Weg deiner Wünsche!


Indianwinter (18.6.17 15:15)
Hallo Nena,
du hast so schöne Ideen und ich wünsche dir von Herzen, es möge dir so gelingen, wie du es dir vorstellst.
Etwas erinnerst du mich an mich selber, als ich in deinem Alter und auch jünger war. Sehr idealistisch...
Ich hoffe aber, du wirst nicht immer allzu sehr vertrauensselig allen Menschen gegenüber sein.
Man muss schon Vertrauen in die Menschen haben, doch auch die Vorsicht, ab und zu, ist schon manchmal nicht schlecht. Nicht immer leider schallt es aus dem Wald heraus, wie man hineinruft...
Besonders gut gefällt mir immer auch das Einbinden der Jahreskreisfeste. Wie du sagst, ist das eigentlich in unserer Kultur versteckt und man muss es nur zu Tage befördern und den Blick der Menschen wieder mehr darauf lenken.
Ein schönes Restwochenende wünsche ich dir, LG, Indianwinter


Nena (19.6.17 21:38)
Liebe Indianwinter,

ja, idealistisch ist es, du hast recht. Doch wie du schon meinst, es ist solange etwas gutes, wie man mit einer gewissen Vorsicht voran geht. "Strebe nach dem Unmöglichen, um das Mögliche zu erreichen." Lange habe ich meine "Naivität" als negativ betrachtet. Aber sie ist gut. Und nützlich.
Ich werde achtsam sein, wem ich mein Vertrauen schenke.

Ich danke dir mal wieder von HErzen für deine Worte.
Danke.
Nena ♥


Mimimaus (19.6.17 22:50)
Habe tatsächlich nochmal bei dir vorbeigeschaut...
Bis auf den letzten Punkt klingt es für mich fast einleuchtend.Der ist meiner Meinung nach zu "abgedreht" aber gut...Vielleicht kann es funktionieren
Aber ich kann mir doch vorstellen dass gerade Leute vom Dorf die ja selten was ändern wollen sich damit schwer tun werden. Besonders wenn die Kirche noch im Dorf ist.
"Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen."
(2. Mose 22,17)


Nena (21.6.17 10:35)
Hallo Minimaus,
danke für deinen Kommentar und deine Gedanken.
Allerdings versteh ich grad nicht, wie es abgedreht sein kann, Kräuter- und Heilwissen zu sammeln?
Ganz abgesehen davon, dass die Kirche in meinem Dorf eher Deko ist als alles andere, find ich, hatt das damit auch wenig zu tun. Ich will ja weder Missionieren, noch jemanden für Geld oder ähnliches mit "Versicherung" (dass alles danach wie ungeschehen ist) heilen. Nur meine Familie. Mein Lieblingsmensch hat einen Hang zu Verletzungen und ich sehe keine Verrücktheit darin, diese heilen zu wollen. Ich denke, jedem leuchtet ein, dass bestimmte Tee- und Kräutersorten bei verschiedenen Leiden helfen.
Erkläre mir gern, was du denkst. Vielleicht habe ich ja doch was übersehen..

Liebste Grüße,
Nena


Iolanthe / Website (10.7.17 01:18)
Ich werde achtsam sein, wem ich mein Vertrauen schenke.

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